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Praxisgemeinschaft Ergotherapie

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Staatlich anerkannte Ergotherapeuten

Schreibmotorik

Der Unterschied zwischen Grafomotorik und Schreibmotorik

Grafomotorik ist die motorische Voraussetzung für späteres schnelles Schreiben. Sie ist ein langsames, formgetreues „Malen“ von Buchstaben  mit visueller Kontrolle. Die Formkontrolle steht dabei im Mittelpunkt. Durch das langsame Erzeugen der Formen entstehen keine Bewegungsmuster im Gehirn, die beim Schreiben abgerufen werden.

Schreibmotorik ist ein komplexer motorischer Prozess als Grundlage einer flüssigen  Handschrift. Die Buchstaben entstehen aus der zuvor gelernten automatisierten Bewegung heraus. Im Gehirn abgespeicherte ganzheitliche Bewegungsmuster werden dabei abgerufen. Darüber ist automatisiertes, zunehmend schnelles  Schreiben möglich. So ist es zu erklären, warum Schrift, die mit offenen Augen geschrieben wurde, annähernd gleich aussieht wie die mit geschlossenen Augen geschriebene.

Die ergotherapeutische Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit Schreibproblemen nach dem Schreiben- Lernen (Schriftspracherwerb).

Kinder haben nach dem Schriftspracherwerb (Schreiben- Lernen) in der Schule häufig Schwierigkeiten mit dem Schreiben. Sie verkrampfen sich, schreiben zu langsam oder unleserlich, haben keine Ausdauer oder sind unsicher bei der Wiedergabe der Buchstabenformen und - verbindungen. Die Schreibbewegung aus Hand- und Fingergelenken ist nicht ausreichend koordiniert, der Schreibfluss nicht rhythmisch und automatisiert. So können sie ihre persönliche Handschrift nicht entwickeln und brauchen professionelle Unterstützung im Rahmen einer Ergotherapie.

Diese Kinder und Jugendlichen sind in der Ergotherapie eine besondere Herausforderung: in unserer Praxis arbeiten außer den Ausbildnerinnen S. Pauli und A. Kisch  die beiden zertifizierten „Fachtherapeut/innen für Fein- und Grafomotorik nach Pauli/ Kisch“ A. Kiefer u. I. Sonnenburg. Sie haben sich während ihrer dreiteiligen Zusatzausbildung und ihrer jahrelangen praktischen Erfahrung auf dieses Fachgebiet spezialisiert.

Mit dem RAVEK-S (Ravensburger Erhebungsbogen grafo- und schreibmotorischer Auffälligkeiten), dem ersten deutschen Befundinstrument zu diesem Thema, besteht in unserer Praxis die Möglichkeit einer gründlichen Diagnostik von Schreibauffälligkeiten. Auf der Grundlage dieser Beobachtung erstellen wir einen Behandlungsplan  und erarbeiten in enger Zusammenarbeit mit dem Kind/ dem Jugendlichen, den Eltern und Lehrern an sehr individuellen Lösungen, damit Schreiben leichter, leserlich, unverkrampft und darüber auch schneller möglich ist.

Bisher gab es kaum passende Materialien, die zielgerichtetes Arbeiten mit diesen Kindern und Jugendlichen ermöglichten. Mit dem Übungsprogramm „Geschickte Hände zeichnen 3 und 4 - Grafomotorische Übungen für Menschen von 8 – 88 Jahren“ von S. Pauli und A. Kisch liegt nun ein Material für zielgerichtetes Arbeiten in der Ergotherapie vor.

 

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