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Praxisgemeinschaft Ergotherapie

Mühlstraße 18 - 88212 Ravensburg
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Bewegung (Motorik)

Bewegungsfähigkeit / Motorik des Menschen

Durch seine Bewegungsfähigkeit ist der Mensch in der Lage, sich an die Umwelt anzupassen oder umgekehrt, sich die Umwelt passend zu machen. So kann er in seiner  Welt leben, sich fortbewegen, wohnen, kleiden und arbeiten. Weiterhin  kann er sprechen, malen, schreiben und musizieren, und darüber seine Bedürfnisse, Gedanken und Gefühle zum Ausdruck bringen und weitgehend befriedigen. Menschen, die sich durch Behinderung oder Krankheit nicht ausreichend bewegen können, sind häufig in ihrer zwischenmenschlichen Kommunikation und Teilhabe eingeschränkt.

Geschicklichkeit und motorisches Lernen

Das motorische Lernen von Kindern unterliegt bestimmten Prinzipien:

• Vom Groben zum Feinen
• Vom Einfachen zum Differenzierten
• Vom Langsamen zum Schnellen
• Vom Schnellen zum Rhythmischen
• Vom Schnellen und Rhythmischen zum Automatisierten

Wiederholt ein Kind bestimmte Bewegungen, muss es diese immer weniger bewusst planen. So werden Bewegungen automatisiert und das Kind entwickelt seine Geschicklichkeit. Es ist wichtig, dass Bewegungen automatisiert ablaufen, da unser Gehirn nicht gleichzeitig zwei motorische Handlungen planen kann. Wenn ein Kind z. B.  lernt Rad zu fahren, kann es dabei nicht gleichzeitig sprechen. Es benötigt seine gesamte Aufmerksamkeit für die Bewegungsplanung beim Fahrradfahren. Da auch zum Sprechen Bewegungsplanung benötigt wird, ist dies nicht gleichzeitig möglich. Erst wenn sich seine Bewegungen durch ständiges Wiederholen automatisiert haben, kann es seiner Umgebung mehr Aufmerksamkeit schenken und auch auf den Verkehr achten. (Aus Buch „Was ist los mit meinem Kind- Bewegungsauffälligkeiten und Wahrnehmungsstörungen bei Kindern“, S. Pauli, A. Kisch, verlag modernes lernen.)

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